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22.03. - 23.03.2018

Freeride Junior World Championship Kappl 2018 by Head

Freeride Junior World Championships by Head: Kappl als Bühne für die weltbesten Nachwuchs-Freerider

Ein perfekter Tag für eine österreichische Freeride-Premiere: Die weltbesten Nachwuchsrider kämpften heute zum ersten Mal in Kappl-Paznaun um die prestigeträchtigen WM-Titel.

Zum ersten Mal wurden die Freeride Junioren-Weltmeisterschaften auf österreichischem Boden ausgetragen. Die 15- bis 18-Jährigen aus 17 Nationen zeigten im Kampf um die begehrtesten Podiumsplätze der Saison ein beeindruckendes Niveau vom featurereichen Face der Kappler Quellspitze und gaben damit einen eindrucksvollen und vielversprechenden Ausblick auf die Zukunft des Freeridesports.

Snowboard Herren

Bei den Snowboard Herren ging heute kein Weg an den starken Amerikanern vorbei, die mit 16 Ridern die größte Delegation bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Kappl stellten: Dreifach-Sieg bei den Snowboard-Herren, angeführt von Jesse Aves, der mit seinem ersten WM-Titel den bisher größten Erfolg seiner Karriere feiern konnte: „Das ist unfassbar. Besonders der untere Bereich war anspruchsvoller als ich gedacht hätte, aber ich habe es gut managen können und bin super glücklich.“ Wie schon Aves zuvor zeigte auch Holden Samuels mit einem der höchsten Airs in dieser Saison, was er draufhat und landete letztlich auf Rang zwei. Landsmann Andrew Kraatz komplettierte mit einem technischen Run und einer steilen und kreativen Linie das Podest.

Snowboard Women

Bei den Snowboard Damen überzeugte die Italienerin Jazmine Erta mit ihrem bereits dritten WM-Titel - und das, obwohl ihre Wahl auf die Gewinner-Linie in buchstäblich letzter Minute fiel: „Ich habe meine Linie drei Minuten vor dem Start nochmals geändert. Ich wollte einfach nur Spaß haben. Dementsprechend habe ich auch nicht mit einem weiteren Titel gerechnet und bin überglücklich.“ Anna Martinez aus Chamonix konnte die Judges mit ihrer selbstbewussten Line im steilen Bereich des Faces überzeugen und erntete dafür, vor der Titelverteidigerin aus Kanada, Heidi Farmer, Rang zwei.

Ski Women

Die Schweizerin Marie Bovard ist die neue Junioren-Weltmeisterin bei den Ski Damen. Sie sprang mit einem massiven und technisch anspruchsvollen Drop zum ersten WM- Titel: „Ich bin so glücklich und kann es nicht glauben, dass ich gewonnen habe. Es ist mein erstes Mal bei den Junioren-Weltmeisterschaften und es ist Wahnsinn, dass ich gleich auf Anhieb hier gewinnen konnte.“ Megan Rielly aus den USA landete dank eines flüssigen Laufs auf Rang zwei. Caroline Dreier (FRA) komplettierte das Podium auf Rang drei. Pech hatte Jill Frey: Die einzige deutsche Starterin kam im oberen Teil des Faces zu Sturz und konnte so ihren Erwartungen nicht gerecht werden.

Ski Men

„Die Line des Tages“ gelang bei den Ski Herren dem Schweizer Dylan Lavenex. Style, Kreativität, ein flüssiger Lauf und ein gewaltiger 360 als Abschluss – der junge Schweizer zeigte alles, was es für einen weltmeisterlichen Lauf braucht: „Dass ich jetzt Weltmeister bin, kann ich kaum glauben. Aber ich hatte Spaß und vielleicht hat man das heute gesehen.“ Auch dem Kanadier Ben Woodward gelang ein Run wie aus dem Lehrbuch, mit viel Airtime, drei technisch anspruchsvollen Sprüngen und ebenfalls einem 360. Der Spanier Abel Moga sprang mit drei der höchsten Sprünge des Tages und einer auch ansonsten soliden Fahrt nicht nur in die Herzen der Zuschauer, sondern auch in jene der Judges und somit auf Rang drei.

Österreicher abgeschlagen

Die drei österreichischen WM-Starter konnten bei den Ski Herren ihren Heimvorteil nicht nutzen. Der Bischofshofener Elias Meister landete als bestplatzierter heimischer Athlet auf Rang elf: „Oben hat alles noch ganz gut gepasst, ab der Mitte habe ich dann meine Line nicht mehr richtig gefunden. Ich hätte noch eine zweite Drehung geplant, was sich dann aber nicht mehr ausgegangen ist. Es war nicht unbedingt mein bester Tag.“ Auf dem Weg zu einer absoluten Spitzenplatzierung passierte auch Markus Krispler, dem zweiten Salzburger im Bunde, ein Missgeschick. Krispler verlor die Orientierung und wurde trotz seiner eigentlich guten Linie disqualifiziert: „Das ist extrem ärgerlich. Ich bin oben ein wenig zu früh reingefahren und habe mich falsch orientiert. Ich bin dann in eine Rinne gekommen, die schon außerhalb der erlaubten Zone war“, zeigte sich der Salzburger enttäuscht.

Pech hatte auch der einzige Tiroler Starter Jeremy Graus. Der Söller kam im oberen Teil des Faces zu Sturz und bekam dafür ebenfalls null Punkte von den Judges: „Oben war der Schnee schon etwas schwer. Ich hatte Probleme, mit diesen Bedingungen klar zu kommen und bin leider zu Sturz gekommen. Ich habe mich trotzdem gefreut, dass ich dabei war. Es war auf alle Fälle eine tolle Erfahrung.“ Eine tolle Erfahrung – so sehen es nicht nur die 62 Rider aus allen Teilen der Welt, sondern auch die Veranstalter: „Dieser Contest hat gezeigt, dass diese Rider den Sport in Zukunft auf das nächste Level pushen werden“, freut sich auch Nicolas Hale-Woods, CEO der Freeride World Tour.
 

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